Weniger denken, mehr handeln

Verliert man die Bodenhaftung, ist man zu viel mit Gedanken beschäftigt. Das Problem ist nicht das Denken. Das Problem können die Gedanken sein. Verliert sich der Mensch beim Denken, driftet er in die geistige Welt ab. Der Kontakt zum Leben geht verloren.

Gedankenakrobaten haben kaum Bodenhaftung. Kaum etwas wird umgesetzt, weil man denkt es bereits getan zu haben. Beginnt einen die Realität einzuholen, gibt es nur zwei Möglichkeiten. Der Realitätsabgleich wird abgeholt, ist Möglichkeit eins. Driftet man noch weiter ab, entscheidet man sich für die zweite Möglichkeit. In diesem Fall verliert so ein Mensch nicht nur den Boden unter den Füßen. Er beginnt eine neue Realität zu erschaffen. Das Problem von dieser Realität? Diese existiert nur in dem Kopf des Gedankenakrobaten. Dinge werden verdreht. Illusionen entstehen. Der Kontext wird verändert. Alles erscheint ein bisschen so, dass es nur für einen Menschen stimmig ist. Dabei ist Denken nichts Schlechtes. Denken sollte zum Handeln animieren. Konstruktives Denken bringt Prozesse in Gang, die eigenen Ziele zu verwirklichen. Es ist also die Frage, wie gedacht wird. Denken ist nicht gleich Denken. Der richtige Denker nutzt seinen Geist, damit er zu einem geistigen Schöpfer wird. Die Muskelkraft wird gelenkt, damit die eingesetzte Kraft den größten Ertrag bringt.


Die schnelle Lösung ist es auf die Spontanität zu vertrauen. Es wird überhaupt nicht gedacht, wobei auftauchende Gedanken losgelassen werden. Einfach spontan handeln? Bleibt ein Mensch spontan, folgt er den Mustern des Lebens. Die ausführliche Lösung erlaubt das Denken, wobei mehr Bewusstsein hinzukommt. Jeder Gedanke wird auf eine Handlung optimiert.

Transkription

Die Idee ist es an dieser Stelle, mögliche Blockaden was das Denken betrifft aufzulösen. Denke ich an meine Erlebnisse und Erfahrungen als NLP Anwender, gab es immer wieder den Konflikt des Denkens.

Worauf beziehe ich mich hier? Seien es irgendwelche NLP Ausbildungen, oder auch Gespräche mit anderen NLP Interessierten. Oft kam das Thema des überflüssigen Denkens auf. Ich formuliere es an dieser Stelle weicher. Die Rede ist jedenfalls von dem Gedankenakrobaten.

Oft wird also beim NLP ein Mensch als sogenannter Gedankenakrobat abgestempelt, wenn die negativen Gedanken einen zu überrollen scheinen. Diese Idee finde ich grundsätzlich gut. Es ist nur eine Frage der Genauigkeit bzw. der Ungenauigkeit.

Manchmal kann es nämlich vorkommen, wie generalisiert einem der Gedankenakrobat zugeschoben wird. Denken an sich ist nämlich nichts Schlechtes. Es ist gut zu denken, denn genau auf diese Weise wird Muskelkraft in Bewegung gebracht.

Trotzdem ist das Thema heute auf die Aktion ausgelegt. Weniger denken, mehr handeln ist das Thema. Wer sich jedenfalls in der Gedankenwelt verliert, beginnt abzudriften. Die Bodenhaftung ist mangelhaft. Der Kontakt zum fassbaren Leben ist kaum vorhanden.

Wohl mangelt es nur dann an dieser Bodenhaftung, wenn der Kopf voll mit negativen Gedanken ist. In diesem Fall kann ziemlich deutlich die Rede von einem Gedankenakrobaten sein. Genau in diesem Fall tut der Ratschlag der Aktion gut. Weniger denken, mehr handeln.

Für etwas mehr Genauigkeit trenne ich an dieser Stelle auf. Das Problem ist nicht die Ebene des Geistes. Das Problem ist nicht die sogenannte Gedankenwelt. Das Problem sind nur Gedanken, sofern sie eine negative Qualität aufweisen.

Nun hoffentlich habe ich die NLP Szene nicht im schlechten Licht stehen lassen. Denken wird manchmal nur in ein schlechtes Licht gerückt, weil es an der so wichtigen Aktion mangelt. Das Neurolinguistische Programmieren ist einfach darauf ausgelegt, direkte Resultate zu erreichen. Es bleibt nicht immer die Zeit, das Denken an sich zu beschreiben.

Denken an sich ist also gut. Negative Gedanken sind schlecht. Ein innerer Kritiker im Kopf ist im NLP die Metapher dafür. Dieser hindert den Menschen daran in Aktion zu kommen. Dieser sollte selbstverständlich leiser gestellt werden.

Das Szenario von einem Gedankenakrobaten ist jedenfalls schnell dargestellt. Sein innerer Kritiker ist extrem laut und deutlich negativ. Ist man mit seinen Gedanken beschäftigt, ist der Realitätsabgleich mangelhaft. Wird der Realitätsabgleich vollkommen vernachlässigt, erschafft man sich seine eigene Realität.

Es wäre jedenfalls nur eine Illusion. In dieser erschaffenen Realität glaubt man in Aktion zu sein. Man glaubt proaktiv zu handeln. Die Realität sieht selbstverständlich anders aus. Gedankenakrobaten bleiben bestenfalls bei einer guten Idee, kommen jedoch nicht zu der Verwirklichung dieser Idee.

Die Gratwanderung habe ich bereits geschrieben. Denken kann negativ sein. Denken kann positiv sein. Damit meine ich den geistigen Schöpfer. Jeder kann ein geistiger Schöpfer sein und seine Kraft voll ausschöpfen.

Die Alternative ist es wohl überhaupt nicht zu denken. Für mich persönlich kann es keine dauerhafte Lösung sein. Das Denken an sich ist zu wertvoll. Der richtige Denker nutzt seinen Geist, damit er zu einem geistigen Schöpfer wird. Die Muskelkraft wird gelenkt, damit die eingesetzte Kraft den größten Ertrag bringt.

Welchen Wert hat also die Aktion, wenn sie in einen Abgrund führt. Muskelkraft allein erschafft keine Zivilisationen. Dazu gehört etwas mehr. Zwei Lösungen möchte ich zum Schluss nennen. Die einfache Lösung ist die Spontanität.

Denken aussetzen und spontan handeln. Die ausführliche Lösung erlaubt das Denken. Dafür muss man jedoch Bewusstsein entwickeln. Es führt dazu, dass jeder Gedanke auf eine Handlung optimiert wird.


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