Notstandsgefühle und ihre Qualität

Ein Gefühl ist eine Empfindung im Körper, wobei diese Empfindung zu einer Handlung führen kann. Gefühle können also der Antrieb dafür sein, zu einer Aktion im Leben zu gelangen. Nicht jedes Gefühl ist positiv. Ein negatives Gefühl drückt gewaltig auf die Stimmung.

Als Folge kann das Leben verzerrt wahrgenommen werden. Die Rede ist von Notstandsgefühlen. Diese drücken die Stimmung und lassen das Leben trostlos erscheinen. Ein Notstandsgefühl hat eine negative Qualität. Diese Qualität macht den Körper schwach. Wer körperlich schwach ist, ist emotional abgestumpft. Das wiederum kann wie ein Widerspruch erscheinen. Ein Gefühl ist nämlich eine Emotion. Wie kann ein Gefühl, zu einer emotionalen Abstumpfung führen? Es ist möglich, weil nicht jedes Gefühl negativ definiert werden muss. Ist man emotional abgestumpft, mangelt es an der Fähigkeit eine Bandbreite an Gefühlen zu erleben. Die einzige Stimmung die gespürt wird, wäre der trostlose Alltag. Das ist grau auf grau. Mit Vielfalt hat das überhaupt nichts zu tun. Die Folgen von Notstandsgefühlen wurden beschrieben. Sie verzerren die Wahrnehmung. Die Qualität wurde beschrieben, jedenfalls von der Ausrichtung. Notstandsgefühle machen den Körper schwach.


Ein negatives Gefühl ist immer ein Notstandsgefühl. So ein Gefühl erzeugt einen Mangel. Das äußert sich bei der gesamten Stimmung. Diese Stimmung wirkt auf den Tag. Löst man sich nicht von dem negativen Gefühl, beginnt man das Leben in einem negativen Licht zu erleben. Die Lösung aus dieser Not ist nicht unbedingt ein positives Gefühl. Die Lösung besteht darin sich wachzurütteln. Möglich wird es, wenn man das Gefühl nicht größer macht als die eigene Entscheidung.

Transkription

Betrachte ich negative Gefühle von ihrer Qualität, so kann nichts die Angst vor dem Tod unterbieten. Dieses Gefühl ist fast wie eine Rasierklinge. Manchmal wird dieses negative Gefühl nicht einmal bemerkt. Wenn es bemerkt wird, ist es bereits zu spät.

Die Angst vor dem Tod ist aus meiner Sicht kein Notstandsgefühl. Würde ich mich entscheiden die Angst vor dem Tod zu erleben, wäre dieses Gefühl viel zu subtil. Wird dieses negative Gefühl wiederum ausgelebt, sieht die Sache ganz anders aus.

Terror ist die Folge, wenn die Angst vor dem Tod ausgelebt wird. Im Grunde projiziert man die Angst vor dem Tod in die Welt. Terror ist das Ergebnis. Wie erwähnt, ist es meine Wahrnehmung von der Angst vor dem Tod. Vielleicht hast Du eine ganz andere Vorstellung davon.

Wer ganz unten ist, kann sich von der Qualität nur noch nach oben bewegen. Eine Stufe höher definiere ich die klassische Dummheit. Es ist das Gefühl von Scham. Scham ist für mich persönlich die Metapher dafür, den Wunsch zu verspüren den Kopf in den Sand zu stecken.

Ein Mensch der sich schämt, möchte am liebsten überhaupt nichts von den der Welt erfahren. Die falsche Lösung habe ich erwähnt. Es ist die Dummheit. Wer sich schämt, kann damit beginnen sich dumm zu stellen.

Das Gefühl der Scham könnte zu einem Notstandsgefühl hinzugerechnet werden. Es ist nur die Frage, welche Konstellation dabei herauskommt. Schämt sich ein Mensch, ist er eine unglaubliche Last für sein Umfeld. Solche Menschen sind unglaublich träge. Man muss sie scheinbar in eine bestimmte Richtung treten.

Zähle ich nur Notstandsgefühle die eine interne Ausrichtung haben, sollte Hoffnungslosigkeit nicht vergessen werden. Hoffnungslosigkeit führt zu der inneren Notwendigkeit, alles an dem eigenen Leben anzuzweifeln. Es erscheint sinnvoll, auch weil sich Zweifel breitmachen.

Steigt die Qualität immer weiter, kann sogar ein Verarbeitungsprozess bemerkt werden. Ich meine die Trauer. Trauer hilft Dinge im Leben zu verarbeiten. Natürlich ist dieser Verarbeitungsprozess nicht effizient. Der Verschleiß ist gewaltig und genau aus diesem Grund ist Trauer negativ.

Wer die Trauer überwindet, könnte auf die Qualität der Angst stoßen. Ich meine nicht die Angst vor dem Tod. Es ist die kollektive Angst aus dem Unbewussten. Diese Angst ist unbestimmt. Sie äußert sich jedoch in spezifischen Formen.

Angst kann sich über die Manipulation äußern. Manipulation enthält den Baustein der Angst. Man macht zuerst dem Menschen Angst, damit er beginnt dem Herdentrieb zu unterliegen. Angst treibt ausreichend an, das Konsumdenken anzuregen. Zuerst entsteht die Angst. Im zweiten Schritt wird die Lösung zu der Angst angeboten. Es ist ein Produkt. Es ist der Konsum.

Während Angst antreibt, kann die Gier eine zeitweise Befriedigung ermöglichen. Gier ist das negative Gefühl der Sucht. Suchtverlangen kommt deutlich aus dem Mangel. Man hat nie genug und dieses Notstandsgefühl ist ziemlich oft extern.

Damit meine ich die grundsätzliche Ausrichtung. Noch deutlicher ist es beim Ärger der Fall. Gier führt zu einer kurzen Befriedigung. Man merkt, dass es nicht dauerhaft ist und könnte beginnen sich zu ärgern. Auf der anderen Seite könnte man sich fallen lassen und Angst wäre eine Folge.

Ärger jedenfalls katalysiert deutlich stärker als Angst und Gier. Man möchte noch mehr und genau aus diesem Grund strebt man nach Stolz. Ich definiere Stolz negativ, weil ich Stolz und Dankbarkeit unterscheide. Stolz ist ich bezogen. Dankbarkeit lässt den Raum für mehr.

Jedes dieser beschriebenen Gefühle kann mit einer mutigen Entscheidung übersprungen werden. Aufstehen und weitermachen ist die Antwort. So sehe ich das jedenfalls. Erliegt man einem Notstandsgefühl, vergisst man wer die Kontrolle hat.

Ich steuere meine Gefühle und nicht umgekehrt. Für mich gibt es keinen Grund jemanden für meine Stimmung zu beschuldigen. Schuld ist genauso negativ, wie all die anderen Notstandsgefühle. Die Lösung kann somit nur die erwähnte Entscheidung sein.


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