Absichtlich Fehler machen

Ein Fehler ist nicht gut. Fehler führen in Sackgassen, die einen unnötigen Aufwand erzeugen. Wiederum kann innerhalb des Themas unterschieden werden. Fehler unterscheiden sich, was ihre Auswirkungen betrifft.

Wohl kann man übertreiben, was die Sache mit den Fehler betrifft. Gemeint ist der übertriebene Ansatz niemals Fehler machen zu wollen. Das führt anschließend dazu, einen unnötigen Perfektionismus anzustreben. Die Folge? Man wird passiv und macht überhaupt nichts. Das ist jedenfalls nicht der Sinn und Zweck der Sache. Vielleicht noch einige Anmerkungen zu dem Kontext. In welchem Kontext ist der Fehler zu finden? Was die Welt betrifft, gibt es in diesem Kontext keine Fehler. Die Welt und damit verbunden das Universum, folgen unaufhörlich der Spontanität. Die Umschreibung ist selbstverständlich philosophisch ausgelegt. In diesem Kontext schreitet alles von perfekt zu perfekt voran. Nur wenn der Kontext verkleinert wird, können Fehler entdeckt werden. Lebensfehler verändern den Weg der Persönlichkeit. In einem noch kleineren Kontext sind es abgegrenzte Bereiche. In einem Spiel kann man einen Fehler machen. Dieser Fehler sollte als Lernerfahrung dienen. Was ist nun mit dem absichtlichen Fehler gemeint? Sollte man immer wieder absichtlich einen Fehler machen?


Ein absichtlicher Fehler ist weniger ein Fehler. Damit ist nur gemeint, keine Passivität aufkommen zu lassen. Damit ist gemeint, der Aktion den Vorzug zu geben. Es ist sinnvoller etwas zu machen, obwohl man es riskiert einen Fehler zu machen. Der absichtliche Fehler verhilft von einem reaktiven Verhalten zu einem proaktiven Verhalten. Der Fehler wird korrigiert, weil man mit der nächsten Aktion etwas besser geworden ist.


Transkription

Wenn ich wirklich ehrlich bin, mag ich es nicht Fehler zu machen. Fehler sind für mich ein unnötiger Stolperstein, auch wenn sie bestimmte Lernerfahrungen ermöglichen. Im weitesten Sinne lernt man über Leid. Macht man Fehler, kann man nur über Leid lernen.

Natürlich steht der Fehler nicht gleichbedeutend für Leid. Es sind zwei unterschiedliche Themen. Die Verbindung dieser Themen ist eine Situation im Leben. Dieses Erlebnis wird im schlimmsten Fall nicht einmal bewusst bemerkt.

Wird der Fehler verzögert bemerkt, ergeben sich mögliche Folgefehler. Fehler führen also zu weiteren Fehlern. Es sind die Tretminen, die man sich immer weiter in die Zukunft legen kann. Was ist nun der richtige Umgang mit Fehlern?

Emotionen sind keine Lösung. Leid ist keine Lösung. Der Umgang mit Fehlern sollte aus diesem Grund frei von Emotionen sein. Bemerkt man den Fehler, gibt es keinen Grund sich zu ärgern. Es ist bereits passiert. Die Antwort lautet korrigieren und weitergehen.

Leid kann auf der anderen Seite der Grund sein, wieso man sich anschließend einen Fehler erlaubt. Lässt sich ein Mensch auf Leid ein, lässt er sich wiederum auf seine Emotionen ein. Emotionen können die Wahrnehmung verzerren. Eine verzerrte Wahrnehmung erhöht die Wahrscheinlichkeit einen Fehler zu machen.

Hier möchte ich noch eine Sache deutlich hervorheben. Ich unterscheide zwischen Schmerz und Leid. Schmerz ist eine körperliche Empfindung. Leid entsteht im Geist und kann einen körperlichen Schmerz simulieren. In diesem Sinne muss Leid provoziert werden.

Schmerz steht aus meiner Sicht in keiner Verbindung zu einem Fehler. Ich kann jedenfalls keine direkte Verbindung feststellen. Emotionen schmerzen nicht, um es so zu beschreiben. Negative Emotionen können Leid hervorrufen.

Nun zu den Fehlern. Fehler können sich unterscheiden. Hier ist es der Kontext. Der Kontext bestimmt, um was für einen Fehler es sich handelt. In dem größten Kontext gibt es keine Fehler. Damit können die Welt oder das Universum gemeint sein.

Es zählt somit nur die Spontanität. Es zählt der Augenblick des Erlebens. Alles ist perfekt und entfaltet sich auch so. Von perfekt zu perfekt geht es dahin. In diesem Kontext bietet sich auch die Lösung an, unnötige Fehler hinter sich zu lassen. Entweder man lässt sich auf die Spontanität ein, oder man vertraut au die Kraft des Jetzt.

Perfektion habe ich erwähnt. Wohl gibt es so etwas wie falschen Perfektionismus. Perfektionismus kann zur Trägheit führen, wobei man deswegen zu überhaupt nichts mehr kommt. Traut man sich nicht Fehler zu machen, macht man genau damit einen Fehler. Man handelt nicht.

Wer keine Aktion zeigen möchte, glaubt alles müsste perfekt sein. Wie erwähnt, ist es eine Frage von dem Kontext. In einem anderen Kontext wie dem Spiel, kann man Fehler machen. Dieser Fehler ist die Lernerfahrung. Was Fehler betrifft, ist es somit sinnvoll auf den Kontext zu achten.

In dem größten Kontext gibt es keine Fehler. In dem kleinsten Kontext bezieht man sich immer auf eigenständige Themenbereiche. Sei es ein Fußballspiel oder das Spielen von einem Musikinstrument. Hier sind Fehler bloß Lernerfahrungen.

Der absichtliche Fehler ist zwischen dem größten und dem kleinsten Kontext zu finden. Dieser verhilft zu einem proaktiven Verhalten. Es ist die Idee lieber einen Fehler zu machen, als in sich zu versinken und nichts zu tun. Der Fehler wird korrigiert, weil man mit der nächsten Aktion etwas besser geworden ist.


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